Die einzelnen populären Irrtümer findest du auf der Startseite unter dem gleichnamigen Thema ausgeführt.

Auf Rechtschreibung bezogene populäre Irrtümer sind nicht nur bei den durchschnittlichen Sprecherinnen und Sprechern des Deutschen weit verbreitet, sie finden sich leider auch in vielen Rechtschreiblehrbüchern, Rechtschreiblernhilfen und Rechtschreibübungsmaterialien, völlig unabhängig davon, ob sie von namhaften Verlagen oder renommierten Instituten herausgegeben sind oder nicht. Selbst in der wissenschaftlichen linguistischen und rechtschreibdidaktischen Literatur halten sich einige von ihnen hartnäckig.

Man muss wohl sagen: Kein anderes Wissensgebiet, das in der Schule gelehrt wird, ist so mit Halbwissen und Irrtümern gespickt, und von keinem anderen Wissensgebiet gibt es so wenig Allgemeinwissen (Allgemeinbildung), wie es in Bezug auf die sprachlichen Zusammenhänge im Bereich Schreibung und Lautung der Fall ist.

„Es gibt 5 Vokale.“

„Y ist ein Konsonant.“

„Stummes h zwischen Vokalen ist bei deutlichem Sprechen zu hören.“

„Die Darstellung der s-Laute ist besonders vielfältig (und daher kompliziert).“

„ß hat die gleiche Bedeutung wie ss.“

„ß wird am Zeilenende in ss aufgelöst.“

„Zum Phänomen ß gibt’s nichts Vergleichbares.“

„ß ist aus der Ligatur ss entstanden.“

„Die völlige Abschaffung des ß wäre eine wirkliche Vereinfachung/eine konsequente Reform.“

„Die s/ß-Schreibung ist besonders schwer, weil in Süddeutschland s und ß nicht zu unterscheiden sind.“

„Bei einem Diphthong (ei, au, eu) handelt es sich um einen Laut.“

„Apostroph + s wird verwendet, wenn es als Endung nach Eigennamen und Fremdwörtern auftritt.“

Apostroph + s ist eine Modeerscheinung.“

„Die Silbentrennung richtet sich in Fremdwörtern nach der Trennung in der Ursprungssprache.“

„1901 wurde im Gegensatz zur jetzigen Reform nur ein Kompromiss aus bereits bestehenden Rechtschreibsystemen vereinbart (Einheit). Es wurden keine ganz neuen Schreibungen eingeführt.“

„Kietz“

„Eigenamen folgen keinen Rechtschreibregeln.“

„ih schreibt man nur in den Pronomina ihr, ihn, ihm und deren Ableitungen.“

„q ist ein Fremdwort-Buchstabe.“

„q wird kw gesprochen.“ (equus)

„e und ä stehen für unterschiedliche Laute.“


zur neuen Rechtschreibung:

„Das ß ist abgeschafft. (durch ss ersetzt)“

„Majonäse ist eine Erfindung der Reform.“

„Die neue ß/ss-Schreibung folgt 100%ig den Regeln für andere Doppelkonsonanten.“ (so auch Karl Blüml [Vorsitzender der Rechtschreibkommission]: Die "s", "ss" und "ß"-Regelung wurde an die Regelung aller anderen deutschen Konsonantenverdoppelungen angeglichen und fügt sich somit völlig logisch in das Prinzip der deutschen Rechtschreibung ein. 8.8.04)

„Durch die neue Rechtschreibung wird ß nicht mehr korrekt verwendet.“

„Drittel“ (Hollland, Wolllust)

„Tollpatsch“

(Mamma, Pappa)

andere Sprachen

„Die englische RS ist völlig unregelmäßig.“ (Bsp. ea)